Approbationsprüfung Psychotherapie
Die Vorbereitung auf das Staatsexamen ist intensiv – umso wichtiger ist es, den Überblick zu behalten. Auf dieser Seite sind alle essenziellen Informationen zur Approbationsprüfung Psychotherapie zentral für dich gebündelt. Ganz egal, ob du die Prüfung noch nach dem alten System (als PiA) oder bereits nach der neuen Prüfungsordnung absolvierst: Hier findest du einen strukturierten Wegweiser durch alle relevanten Themen. Um tiefergehende Fragen zu klären, habe ich dir an den passenden Stellen Direktlinks hinterlegt. Diese führen dich entweder zu meinen detaillierten Blogartikeln hier auf PsyLearn oder zu ausgewählten, hochwertigen Beiträgen von Fachverbänden, Instituten und anderen Expert:innen. So hast du alles, was du für eine erfolgreiche Vorbereitung brauchst, an einem Ort.

Wie unterscheiden sich die neue und die alte Approbationsprüfung?
Egal, welchen der beiden Berufswege zum:zur Psychotherapeut:in (oder PP bzw. KJP) du einschlägst: Die Approbationsprüfung ist der entscheidende Meilenstein auf dem Weg zu deiner Heilerlaubnis. Wie du in der Grafik sehen kannst, unterscheidet sich vor allem der Zeitpunkt. Im alten System legst du die Prüfung nach deiner postgradualen Ausbildung ab, während sie im neuen System bereits vor der Fachpsychotherapeutenweiterbildung stattfindet (siehe Abbildung 1).
Auch in Aufbau und Inhalt unterscheiden sich die beiden Prüfungen (siehe Abbildung 2). Zwar beinhalten beide Prüfungen eine mündliche Fallprüfung, allerdings unterscheidet sich deren Ablauf und Inhalte voneinander. Während du im alten Weg zusätzlich eine schriftliche Prüfung absolvierst, erwartet dich im neuen System stattdessen eine anwendungsorientierte Parcoursprüfung (aoPP). In dieser aoPP werden fünf therapeutische Kompetenzbereiche geprüft: (1) Patientensicherheit, (2) Diagnostik, (3) Patienteninformation & Aufklärung, (4) Leitlinienorientierte Behandlungsplanung und (5) Therapeutische Beziehungsgestaltung.
Über die folgenden Buttons gelangst du zu ausführlichen Informationen rund um Ablauf und Inhalte der jeweiligen Prüfung. Ich empfehlen dir, zusätzlich auch die praktischen Hinweise des IMPP (siehe weiter unten) aufmerksam zu lesen.

Hinweise und Beispielaufgaben des IMPP
Alte Prüfung:
Praktische Hinweise zur Durchführung der schriftlichen Prüfungen nach dem Psychotherapeutengesetz
Beispielaufgaben PP & KJP (302,1 KiB)
Gegenstandskataloge für die schriftlichen Prüfungen
Neue Prüfung:
Praktische Hinweise zur anwendungsorientierten Parcoursprüfung nach PsychThG und PsychThApprO (Auflage 2.1 – Juli 2025)
Beispielaufgabe anwendungsorientierte Parcoursprüfung
Gesetze und Ordnungen alte Prüfung
Gesetze und Ordnungen neue Prüfung
Kompetenzbereiche der neuen Prüfung
Es gibt fünf Kompetenzbereiche die in der anwendungsorientierten Parcoursprüfung geprüft werden:
- Patientensicherheit
- Diagnostik
- Patienteninformation und Patientenaufklärung
- Leitlinienorientierte Behandlungsempfehlung
- Therapeutische Beziehungsgestaltung
In diesen Dokumenten des IMPP sind die Kompetenzbereiche a) eindeutig erklärt und b) um Beispielaufgabenstellungen ergänzt:
b) Beispielaufgabe anwendungsorientierte Parcoursprüfung (aoPP) (213,5 KiB)
Podcast-Folgen zu den Kompetenzbereichen:
#17 Die Parcoursprüfung (aoPP) und die fünf Kompetenzbereiche
#18 Suizidalität abklären – Kompetenzbereich Patientensicherheit
#23 Gesprächsführung in der Psychotherapie – Motivational Interviewing
#59 Kompetenzbereich Leitliniengerechte Behandlungsempfehlung
Übergangsregelung
Die Postgraduale Ausbildung kann noch bis zum 1.09.2032 absolviert werden, wenn das Studium nach § 5 Abs. 2 PsychThG in der bis zum 31.08.2020 geltenden Fassung vor dem 01.09.2020 begonnen wurde. Kann ein Härtefall (etwa Krankheit oder Schwangerschaft) nachgewiesen werden, kann dieser Zeitraum um maximal drei Jahre verlängert werden, mit einem Abschluss spätestens zum 31.08.2035.
Anmeldung und Zulassungsvoraussetzungen für die Approbationsprüfung Psychotherapie
Anmeldung und Zulassung zur alten Approbationsprüfung
Um zur Prüfung nach dem alten System zugelassen zu werden, musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:
- Abgeschlossene Ausbildung: Du hast deine Ausbildung zum:zur PP oder KJP erfolgreich absolviert.
- Abgeschlossenes Studium:
- Für die PP-Ausbildung wird ein bestandener Studienabschluss in Psychologie vorausgesetzt, der das Fach Klinische Psychologie beinhaltet.
- Für die KJP-Ausbildung ist ein abgeschlossenes Studium der Psychologie, Pädagogik oder Sozialpädagogik erforderlich.
- Falldokumentation: Deine Falldokumentationen musst du ca. 3 bis 4 Monate vor dem Prüfungstermin bei deinem Ausbildungsinstitut einreichen.
- Prüfungsanmeldung: Den offiziellen Antrag auf Prüfungszulassung stellst du bei der zuständigen Landesbehörde des Bundeslandes, in dem du deine Ausbildung machst.
Benötigte Dokumente und Nachweise
Welche Unterlagen du genau einreichen musst, variiert je nach Bundesland. In der Regel werden jedoch folgende Dokumente verlangt:
- Geburtsurkunde (bzw. ggf. Heiratsurkunde)
- Studiennachweise: Der Nachweis über deinen bestandenen Studienabschluss (s.o.)
- Ausbildungsbescheinigung: Der offizielle Nachweis deines Instituts über die Teilnahme an den Ausbildungsveranstaltungen (inklusive PT1 und PT2).
- Prüfungsfälle: Zwei Falldarstellungen, die von deiner Ausbildungsstätte offiziell als Prüfungsfall anerkannt wurden.
Anmeldung
Du kannst den Antrag auf Zulassung bis einschließlich 10. Januar (bei Prüfung im Frühjahr) oder 10. Juni (bei Prüfung im Herbst) bei der zuständigen Stelle stellen. Die geforderten Dokumente und Nachweise musst du innerhalb dieser Frist eingereicht haben.
Anmeldung und Zulassung zur neuen Approbationsprüfung
Zulassung zur neuen Approbationsprüfung
Um zur neuen psychotherapeutischen Approbationsprüfung zugelassen zu werden, musst du deinen Antrag schriftlich oder elektronisch bei der zuständigen Stelle des Bundeslandes einreichen, in dem du dein Masterstudium absolvierst oder absolviert hast (§ 20 Abs. 1, § 21 Abs. 2 PsychThApprO).
Dabei gelten strikte Ausschlussfristen (§ 21 Abs. 3 PsychThApprO):
- Für Prüfungszeitraum im Herbst: Eingang bis zum 10. Mai
- Für den Prüfungszeitraum im Frühjahr: Eingang bis zum 10. Dezember
Erforderliche Unterlagen (§ 22 Abs. 1 PsychThApprO)
Dem Antrag musst du folgende Dokumente im Original oder als beglaubigte Kopie beifügen:
- Identitätsnachweis (z. B. Personalausweis oder Reisepass)
- Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abiturzeugnis)
- Bachelor-Nachweise: Leistungsübersicht und Urkunde des Bachelorstudiums (oder ein gleichwertiger Anerkennungsbescheid)
- Master-Nachweise: Leistungsübersicht und Urkunde des Masterstudiums gemäß den gesetzlichen Vorgaben (§ 22 Abs. 1 Nr. 1–7 PsychThApprO).
Gut zu wissen: Sollten deine Master-Unterlagen zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollständig vorliegen, kannst du sie innerhalb einer von der Behörde gesetzten Frist nachreichen (§ 22 Abs. 1 Satz 2 PsychThApprO). Falls deine Hochschule diese Dokumente direkt elektronisch an die Behörde übermittelt, musst du sie nicht selbst einreichen (§ 22 Abs. 2 PsychThApprO).
Quellen:
Psychotherapeutengesetz (PsychThG) von 2019
Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO) von 2020
Zuständige Stelle / Landesprüfungsämter
Wer ist für deine Prüfung zuständig? (§ 20 PsychThApprO)
Die Approbationsprüfung entspricht zwar einem bundesweiten Staatsexamen, dennoch hat jedes Bundesland sein eigenes Landesprüfungsamt (LPA). Welches Amt konkret für dich zuständig ist, regelt § 20 der PsychThApprO:
- Erstantritt (Abs. 1): Du legst deine psychotherapeutische Prüfung vor der zuständigen Stelle (Landesprüfungsamt) des Bundeslandes ab, in dem du aktuell deinen Masterstudiengang absolvierst oder absolviert hast.
- Wiederholungsprüfung (Abs. 2): Solltest du einen Teil der Prüfung wiederholen müssen, bleibt das Landesprüfungsamt zuständig, bei dem du den entsprechenden Teil beim ersten Mal nicht bestanden hast.
- Ausnahmeregelungen (Abs. 3): In begründeten Fällen kannst du eine Ausnahme von diesen Regeln beantragen. Die Entscheidung darüber trifft das Landesprüfungsamt des Bundeslandes, in dem du die Prüfung stattdessen ablegen, fortsetzen oder wiederholen möchtest. Dieses stimmt sich dazu mit dem eigentlich nach Absatz 1 oder 2 zuständigen Amt ab.
Hier gelangst du zu einer Übersicht aller Landesprüfungsämter.
Wie kann ich mich auf die Approbationsprüfung Psychotherapie vorbereiten?
Die Approbationsprüfung ist mit kaum einer Prüfung aus dem Studium vergleichbar. Hier reicht es nicht mehr aus, nur das Wissen eines einzelnen Moduls abzurufen. Gefragt sind stattdessen fundiertes, vernetztes Fachwissen, die Transferleistung auf echte Patient:innenfälle und – speziell in der neuen Prüfung – das praktische Abrufen therapeutischer Basiskompetenzen.
Kurz gesagt: Stumpfes Auswendiglernen bringt dich hier nicht weiter. Was du brauchst, ist ein durchdachtes, umfassendes Lernkonzept.
Um dich optimal zu unterstützen, findest du im Folgenden eine Übersicht effektiver Lernstrategien, wertvoller Prüfungstipps und bewährter Ressourcen:
Lernplan
Verschaffe dir zuerst einen Überblick, wie viel Zeit dir bis zur Prüfung bleibt. Strukturiere deine Wochen genau: An welchen Tagen lernst du Theorie und wann stehen z.B. Rollenspiele auf dem Programm? Der wichtigste Faktor hierbei: Plane niemals zu optimistisch! Zu knappe Zeitfenster erzeugen nur unnötigen Druck. Erstelle dir stattdessen einen realistischen Lernplan, den du auch wirklich einhalten kannst, und plane großzügige Pufferzeiten für unvorhergesehene Dinge ein.
Lerngruppe
Nutzt die Dynamik der Gruppe sowohl für das Wiederholen der Theorie als auch für das praktische Üben. Meine Empfehlung für die ideale Gruppengröße liegt bei 3 bis 5 Personen – das ist weder zu groß noch zu klein. Um im Lernfluss zu bleiben, solltet ihr feste, verbindliche Termine vereinbaren, die von allen diszipliniert eingehalten werden.
Tipp 1: Solltest du noch auf der Suche nach einer Lerngruppe sein, findest du vielleicht in meiner Discord Community deine Lernbuddys. Hier kannst du dem Discord-Server beitreten
Tipp 2: Sollten euch aus organisatorischen Gründen regelmäßige Treffen in Präsenz nicht möglich sein, trefft euch auch online.
Lerne genau so, wie du geprüft wirst
Das reine Lernen von Theorie (Lesen und Verstehen) erklärt sich von selbst – reines Auswendiglernen bringt dich hier jedoch nicht weiter. Da die Approbationsprüfung eine Transferleistung fordert, solltest du deine Lernmethode an das Prüfungssetting anpassen:
Präsentiere deine Fälle: Übe das komprimierte Vorstellen deiner Fälle – einmal als 5-Minuten- und einmal als 10-Minuten-Präsentation.
Erkläre die Inhalte aktiv: Versuche, komplexe Störungsbilder oder Modelle laut zu erklären. Tue das nicht nur mit Kommiliton:innen, sondern auch mit deinem:deiner Partner:in, Geschwistern oder Eltern. Wenn du es jemandem ohne psychologisches Fachwissen verständlich erklären kannst, hast du es selbst wirklich verstanden! Außerdem musst du du in der aoPP unter anderem Störungsmodelle in patientengerechter Sprache erklären.
Übe Rollenspiele: Führt in der Lerngruppe Rollenspiele zu jedem relevanten Störungsbild und zu allen fünf Kompetenzbereichen durch.
Wenn du die alte Prüfung absolvierst, dann kreuze alte Prüfungsbögen von vorherigen Jahrgängen.
Prüfungssimulation / Probeprüfungen
Nimm dir die Zeit, die Prüfungssituation vorab eins zu eins zu simulieren. Das bedeutet: Schafft exakt dasselbe Setting, haltet die offiziellen Vorbereitungszeiten minutengenau ein und stoppt die reale Prüfungszeit. Je vertrauter dir diese Situation ist, desto sicherer fühlst du dich am eigentlichen Prüfungstag.
Aufnehmen & Auswerten
Ein extrem effektiver Hebel: Nimm deine Rollenspiele und Fallpräsentationen als Audio oder Video auf! Schau oder hör dir die Sequenzen im Anschluss ganz unvoreingenommen an. Auf diese Weise entdeckst du eigene Fehler, unklare Formulierungen oder nonverbale Muster viel schneller und kannst gezielt an ihnen arbeiten.
Podcasts
Die Vorbereitungszeit ist intensiv und Zeit oft Mangelware. Podcasts sind die perfekte Möglichkeit, um „tote Zeiten“ wie das Pendeln, den Haushalt oder einen Lernspaziergang sinnvoll zu nutzen. So kommst du mal raus an die frische Luft und wiederholst den Stoff ganz entspannt nebenbei.
Approbationsprüfung Psychotherapie Lernpodcast
Der Lernpodcast für die Approbationsprüfung Psychotherapie wird von Annsophie Voelkner veröffentlicht und gehört zum Angebot zur Prüfungsvorbereitung von PsyLearn. Dieser Podcast ist konkret auf die Anforderungen der Approbationsprüfung zugeschnitten. Der inhaltliche Fokus liegt auf den psychischen Störungen inklusive der ICD-10-Diagnosekriterien, den relevanten Störungsmodellen, Leitlinienempfehlungen und konkreten Behandlungsschritten. Zudem werden wichtige Grundlagen wiederholt und spezifische Bestandteile der Prüfung – wie die einzelnen Kompetenzbereiche – detailliert erklärt.
Da sich die Inhalte stark überschneiden, eignen sich die meisten Folgen sowohl für den alten als auch für den neuen Prüfungsweg, wobei sich der Podcast primär an der neuen Prüfungsordnung orientiert. Das Format bietet eine hervorragende zusätzliche Lernstrategie: Es hilft dabei, bereits gelerntes Wissen effektiv zu verfestigen, „tote“ Zeiten im Alltag sinnvoll zu nutzen und sich an der strukturierten Prüfungsvorbereitung einer erfolgreichen Absolventin zu orientieren. Ein wertvolles Extra sind zudem die integrierten Erfahrungsberichte, die einen authentischen Einblick in den realen Prüfungsablauf bieten.
Weitere hilfreiche Podcasts
Neben dem spezifischen Lernpodcast gibt es noch weitere Psychologie-Podcasts, die hilfreiche Folgen für die Approbationsprüfung veröffentlicht haben. Hier findet ihr eine Auswahl einiger Podcasts, die neben dem Lernpodcast von PsyLearn bisher häufig zum Lernen für die Approbationsprüfung verwendet wurden.
Psychologie am Kaffeetisch: Dieser Podcast wird ebenfalls von Annsophie Voelkner produziert. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Bennet Radßat spricht sie über psychische Störungen und Psychotherapie. Die Zielgruppe ist hier – anders als bei PsyLearn – eher die Allgemeinbevölkerung und nicht primär das Fachpublikum. Die Podcastfolgen eignen sich dennoch hervorragend für die Approbationsprüfung, da alle Themen inhaltlich exzellent recherchiert, wissenschaftlich fundiert und in sehr verständlicher Sprache erklärt sind. Gerade für die anwendungsorientierte Parcoursprüfung (aoPP) dienen diese alltagsnahen Erklärungen als perfektes Vorbild.
Psychologie to go: Einige Folgen dieses Podcasts eignen sich gut für die Prüfungsvorbereitung, da die Podcasterin eine erfahrene Psychotherapeutin ist und die verschiedenen Störungsbilder sehr anschaulich mit realen (anonymisierten) Fallbeispielen untermauert.
Rätsel des Unbewussten: Wer sich tiefer mit der Psychoanalyse und Tiefenpsychologie auseinandersetzen möchte oder muss, kommt hier voll auf seine Kosten. Die komplexen Konzepte der Psychodynamik werden hier extrem anschaulich erklärt. Die Hosts Cécile und Jakob sind beide im psychoanalytischen Bereich tätig und verfügen über die entsprechende fachliche Expertise.
hilfreiche Apps & Websites
Nutze digitale Tools, um dein Lernen flexibel zu unterstützen:
DPtV Lernapp
Wenn du als assoziiertes Mitglied in die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV) eintrittst, erhältst du kostenfreien Zugang zu einer speziell entwickelten Lernapp für die Approbationsprüfung. Keine Sorge: Für Studierende und PiA ist die Mitgliedschaft in der DPtV komplett kostenlos!
Hier findet ihr eine Anleitung, wie ihr den Zugang zur App erhaltet.
DGTV Fuchs
Als DGTV-Mitglied kannst du mit der DGTV-Fuchs-App die IMPP-Prüfungsfragen für die schriftliche Prüfung üben. Hier erfärhst du mehr zu dieser App.
Halb so schwer
Halb so schwer ist eine browser-basierte Anwendung für die schriftliche Approbationsprüfung. Hier kannst du ganz ohne Mitgliedschaft Fragen zu einigen Themen durchklicken und dein Wissen so auf die Probe stellen. Hierüber gelangst du zur Website.
AMDP-Lernquiz
Auf der Website der AMDP kannst du ein Lernquiz zur Psychopathologische Terminologie absolvieren.
Anki & Studysmarter
Anki ist eine digitale Karteikarten-App, die auf einem Algorithmus zur zeitlich versetzten Wiederholung (Spaced Repetition) basiert. Für die Approbationsprüfung lässt sie sich ideal nutzen, um umfangreiches Faktenwissen wie ICD-10-Kriterien, Leitlinien-Details oder Kennzahlen durch systematisches Abfragen langfristig auswendig zu lernen.
StudySmarter ist eine Lernplattform, die das Erstellen von Karteikarten mit Funktionen für Zusammenfassungen und dem Hochladen von Skripten verbindet. In der Prüfungsvorbereitung hilft die App dabei, Lernmaterialien digital zu strukturieren, den eigenen Lernfortschritt zu tracken und Inhalte unkompliziert innerhalb der Lerngruppe zu teilen.
In beiden Apps kannst du selbst Karteikarten erstellen oder auf Karten von anderen zugreifen. So kannst du dir deinen eigenen Schwerpunkt setzen und gezielt Themen wiederholen, bei denen du Schwierigkeiten hast. Die Erstellung eigener Karteikarten ist jedoch zeitaufwändiger als die Nutzung bestehender Apps (s.o.).
DGPPN App
Die DGPPN-App bietet mobilen Zugriff auf die aktuellen medizinisch-psychiatrischen Behandlungsleitlinien im Bereich der psychischen Erkrankungen. Für die Approbationsprüfung eignet sie sich besonders gut, weil sie die oft sehr umfangreichen Leitlinientexte übersichtlich zusammenfasst. So lassen sich die offiziellen Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie auch unterwegs schnell nachschlagen und direkt für die leitlinienorientierte Behandlungsplanung in der Prüfung verinnerlichen.
Ressourcen & Pausen
Vergiss bei all dem Lernen dich selbst nicht! Die Vorbereitung auf die Approbation ist eine mentale und körperliche Höchstleistung und schlichtweg eine verdammt harte Zeit. Achte deshalb ganz bewusst auf ausreichend Pausen, gesundes Essen, Sport, Meditation oder was auch immer dir guttut, um deine Akkus wieder aufzuladen. Regelmäßige Regeneration sichert deine langfristige Konzentration.
Vernetzung & Austausch
Warum Vernetzung wichtig ist
In der Vorbereitung auf die Approbationsprüfung begegnest du vielen neuen Situationen und Themen. Das kann ganz schön herausfordernd und überwältigend sein. Wenn du Glück hast, hast du bereits eine Lerngruppe, weil einige deiner Kommiliton:innen oder PiA-Kolleg:innen die Prüfung gemeinsam mit dir antreten. Das ist viel wert. Unabhängig davon, ob du schon eine Lerngruppe hast, ist eine landes- und bundesweite Vernetzung mit Gleichgesinnten vorteilhaft. So bekommst du wichtige Informationen direkt mit, kannst deine Fragen stellen, findest vielleicht noch deine Lerngruppe und kannst dein Netzwerk erweitern.
Communities von PsyLearn
In meiner Discord-Community möchte ich dir genau diese Möglichkeit bieten. Gestartet habe ich Anfang 2025 mit einer WhatsApp-Community. Diese war jedoch recht schnell mit 2.000 Mitgliedern an ihrer Kapazitätsgrenze. Dies unterstreicht, wie wichtig dieser Austausch für viele ist. Mittlerweile tauschen sich auch auf Discord schon über 490 Personen aus. Discord mag zunächst abschreckend wirken, eigentlich ist es jedoch recht simpel. Du kannst es sowohl auf dem Laptop / PC / Mac als auch auf dem Smartphone oder Tablet benutzen. Lade dir am besten die Discord-App im Google Play Store oder im App Store herunter. Danach trittst du der Community ganz einfach bei: hier beitreten.
Vernetzung durch Verbände
Als Mitglied eines Verbandes kannst du an Netzwerktreffen teilnehmen. Informiere dich auf den Seiten der Verbände über die Kosten und Bedingungen einer Mitgliedschaft. Wenn du sowieso die Lernapp der DPtV oder DGTV nutzen möchtest, empfiehlt sich eine Mitgliedschaft im entsprechenden Verband.
Literaturempfehlungen
Natürlich geht es nicht ganz ohne die passenden Lehrbücher. Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, habe ich dir die wichtigsten Standardwerke, Leitfäden und meine persönlichen Buch-Favoriten übersichtlich zusammengestellt.
Dilling, H. & Freyberger, H. (Hrsg.) (2019). Taschenführer zur ICD‑10‑Klassifikation psychischer Störungen: mit Glossar und diagnostischen Kriterien sowie Referenztabellen (9., aktualisierte Auflage nach ICD-10‑GM 2019). Hogrefe. ISBN 978‑3‑456‑85992‑7
Heßler‑Kaufmann, J., & Neudeck, P. (2025). Therapie‑Tools Störungsmodelle in der Verhaltenstherapie: Mit Online‑Material (2. Aufl.). Beltz. ISBN 978‑3‑621‑29399‑0
Hötzel, K. (2023). Gesprächsführung in Psychotherapie und Beratung: Ein Übungsbuch mit Rollenspielen zur Vorbereitung auf die Approbationsprüfung (1. Aufl.). Springer Berlin. ISBN 978‑3‑662‑67465‑9
Kandale, M., & Rugenstein, K. (2022). Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die Approbationsprüfung Psychotherapie (4., überarbeitete und erweiterte Auflage). Deutscher Psychologen Verlag. ISBN 978‑3‑942761‑79‑6
Kandale, M., & Rugenstein, K. (2026). Das Repetitorium: Lehr- und Lernbuch für die Approbationsprüfung Psychotherapie (5. Aufl.). Deutscher Psychologen Verlag. ISBN 978-3-942761-99-4
Noyon, A. & Heidenreich, T. (2025). Schwierige Situationen in Therapie und Beratung 40 Probleme und Lösungsvorschläge (4. Aufl.). Beltz. ISBN 978-3-621-29158-3
Teismann, T & Dormann, W (2021). Suizidalität. (2. aktualisierte Aufl.). Hogrefe Verlag. ISBN 978-3-8017-3037-6
Teismann, T., Thoma, P., von Sydow, K., Taubner, S., & Wannemüller, A. (Hrsg.). (2024). Klinische Psychologie und Psychotherapie: Ein verfahrensübergreifendes Lehr‑ und Lernbuch (1. Aufl.). Hogrefe Verlag. ISBN 978‑3‑8017‑3148‑9
🔗 [Hier geht es direkt zu meinem ausführlichen Blogartikel mit allen Literaturempfehlungen.]
Bewertung der Approbationsprüfung
Alte Prüfung
Schriftliche Prüfung
Um den schriftlichen Teil zu bestehen, musst du eine bestimmte Mindestanzahl an Fragen richtig beantworten. Hier greifen zwei Kriterien – es reicht, wenn du eines davon erfüllst:
- Die 60%-Hürde: Du hast mindestens 60 % aller Prüfungsaufgaben richtig beantwortet.
- Die Gleitklausel: Deine Punktzahl liegt um nicht mehr als 12 % unter dem bundesweiten Durchschnitt aller Prüflinge dieses Termins (vorausgesetzt, die Leistung reicht überhaupt noch für ein „Ausreichend“).
So berechnet sich deine Note, wenn du bestanden hast: Deine finale Note richtet sich nach den Punkten, die du über der Mindestbestehensgrenze geholt hast (den sogenannten „Zusatzpunkten“):
- Sehr gut (1): Du hast mindestens 75 % der Zusatzpunkte erreicht.
- Gut (2): Du hast mindestens 50 %, aber weniger als 75 % erreicht.
- Befriedigend (3): Du hast mindestens 25 %, aber weniger als 50 % erreicht.
- Ausreichend (4): Du hast weniger als 25 % der Zusatzpunkte erreicht.
(Solltest du die Bestehensgrenze verfehlen, gibt es ein „Mangelhaft“ (5), wenn du mindestens 90 % der nötigen Mindestpunkte hast, andernfalls ein „Ungenügend“ (6).)
Mündliche Prüfung
Die mündliche Prüfung besteht aus zwei separaten Abschnitten (Einzel- und Gruppenprüfung). Jedes Mitglied der Prüfungskommission vergibt pro Abschnitt eine Note.
- Wann hast du bestanden? Du musst in jedem der beiden Abschnitte mindestens die Note „ausreichend“ (4,0) erreichen. Erhältst du in einem Teil eine schlechtere Note, ist die gesamte mündliche Prüfung nicht bestanden.
- Die mündliche Gesamtnote: Aus den Einzelbewertungen bildet die Prüfungskommission die gemeinsame Note für den jeweiligen Abschnitt und schlussendlich die Gesamtnote für den mündlichen Teil.
Deine Gesamtnote
Wenn du beide Teile (schriftlich und mündlich) bestanden hast, werden die Noten für deine staatliche Gesamtnote miteinander verrechnet. Dabei zählt die mündliche Leistung doppelt. Das Ergebnis wird auf zwei Nachkommastellen genau berechnet. Die finale Note auf deinem Zeugnis lautet dann:
- Sehr gut: bis 1,50
- Gut: über 1,50 bis 2,50
- Befriedigend: über 2,50 bis 3,50
- Ausreichend: über 3,50 bis 4,00
Neue Prüfung
anwendungsorientierte Parcoursprüfung (aoPP)
Die aoPP folgt einem reinen Punktesystem, das über strukturierte Bewertungsbögen von den Prüfer:innen der jeweiligen Stationen ausgefüllt wird:
- Bewertung nach Kompetenzbereichen: An jeder Station vergeben die Prüfer:innen getrennt Punkte für die einzelnen Leistungsmerkmale. Dein Ergebnis pro Kompetenzbereich ist der Durchschnitt der vergebenen Punkte.
- Besonderheit Beziehungsgestaltung: Da die therapeutische Beziehungsgestaltung an mehreren Stationen geprüft wird, zählt hier der Gesamtdurchschnitt aus beiden Stationen.
- Wann hast du bestanden? Du musst jeden einzelnen der 5 Kompetenzbereiche bestehen. Sobald du in auch nur einem Bereich die Mindestpunktzahl (Bestehensgrenze) unterschreitest, gilt die gesamte aoPP als „nicht bestanden“.
- So berechnet sich deine Note: Hast du alle Bereiche bestanden, werden deine erreichten Punkte über der Mindestbestehensgrenze zusammengerechnet. Deine finale Note hängt davon ab, wie viel Prozent dieser „Zusatzpunkte“ du abgeräumt hast:
- Sehr gut (1): mindestens 75 %
- Gut (2): mindestens 50 % bis unter 75 %
- Befriedigend (3): mindestens 25 % bis unter 50 %
- Ausreichend (4): weniger als 25 %
mündlich-praktische Fallprüfung (mpFP)
Die Bewertung deiner mündlich-praktischen Fallprüfung setzt sich aus zwei separaten Teilen zusammen, die von beiden Prüfer:innen unabhängig voneinander mit den klassischen Notenwerten von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend) benotet werden:
- Die Gewichtung: Deine mündliche Leistung in der Prüfung zählt 90 %, das im Vorfeld eingereichte Sitzungsprotokoll zählt 10 %.
- Die Berechnung: Für jeden der beiden Teile (Prüfungsleistung und Protokoll) wird zuerst der Durchschnitt (arithmetisches Mittel) aus den Noten der beiden Prüfer:innen gebildet.
- Das Rundungssystem: Diese beiden Durchschnittsnoten werden kaufmännisch auf eine ganze Zahl gerundet (Kommastellen ,1 bis ,4 werden abgerundet; ,5 bis ,9 werden aufgerundet). Aus diesen beiden gerundeten Werten wird am Ende die Gesamtnote der mpFP berechnet.
Ergebnismitteilung
Alte Prüfung
Schriftliche Prüfung: Deine offizielle Benachrichtigung über die Prüfungsergebnisse erhältst du ausschließlich von deinem zuständigen Landesprüfungsamt. Zusammen mit dem Bescheid bekommst du auch eine Übersicht mit deinen eigenen Antworten und den richtigen Lösungen der Prüfungsaufgaben. Vorab gibt es aus Gründen der Gleichbehandlung aller Prüflinge grundsätzlich keine Auskünfte – das Amt erteilt also vorab keine Infos zum aktuellen Stand der Auswertung oder zu einzelnen Ergebnissen.
Nachdem du die schriftliche Prüfung geschrieben hast, durchlaufen deine Unterlagen einen mehrstufigen Prozess beim IMPP:
- Der Ablauf: Die Landesprüfungsämter schicken die Antwortbelege zum IMPP. Dort werden Freitextaufgaben von Hand ausgewertet, Multiple-Choice-Belege maschinell eingelesen und alle Daten auf Fehler oder unklare Markierungen überprüft.
- Die Qualitätskontrolle: Bevor die finale Auswertung erfolgt, analysiert eine Expertenkommission alle Prüfungsaufgaben noch einmal inhaltlich und statistisch.
- Die Wartezeit: Wegen der strengen Sicherheitsauflagen, der Korrektur der Freitextaufgaben und der Transportwege dauert die Auswertung ca. 4 bis 5 Wochen. Diese Zeit lässt sich auch technisch nicht verkürzen.
Online-Statistiken: Etwa zeitgleich mit dem Versand der Bescheide stellt das IMPP allgemeine Ergebnisübersichten auf seiner Website (www.impp.de) online.
Informationen zur mündlichen Prüfung folgen.
Neue Prüfung
anwendungsorientierte Parcoursprüfung (aoPP): Ob du bestanden hast und welche Note du bekommen hast, erfährst du ebenfalls nur über dein zuständiges Landesprüfungsamt (nach § 56 PsychThApprO). Je nachdem, in welchem Bundesland du geprüft wirst, kann das ein paar Tage oder auch Wochen dauern. Wichtig zu wissen: Du erhältst deine Note in jedem Fall erst dann, wenn du deine Masterurkunde offiziell beim Amt eingereicht hast.
mündlich-praktische Fallprüfung (mpFP): Dein Ergebnis der mpFP bekommst du noch am selben Tag direkt mitgeteilt. Nach deinem Prüfungsgespräch verlässt du einfach kurz den Raum, damit sich die Prüfer:innen kurz beraten können. Gleich danach wirst du wieder reingebeten und erfährst deine Note.
Zeugnis und Titel: Sobald alle Ergebnisse (auch die der aoPP) vorliegen, wird dein Zeugnis ausgestellt, auf dem die Noten beider Prüfungsabschnitte stehen.
Cave: Den Titel „Psychotherapeut:in“ darfst du nicht automatisch mit dem Zeugnis tragen. Das Zeugnis allein ist noch keine Heilerlaubnis. Du musst nach der Prüfung erst aktiv deine Approbationsurkunde beantragen – erst wenn du diese Urkunde in den Händen hältst, hast du die offizielle Approbation und darfst den Titel nutzen.
Wiederholung der Approbationsprüfung
Falls ein Prüfungsteil nicht bestanden wird, gelten für die Wiederholung klare Regeln. Eine bestandene Prüfung darf in keinem Fall noch einmal zur Notenverbesserung wiederholt werden – das gilt für das alte und das neue System gleichermaßen. Auch ein komplett neues Studium bzw. eine neue Ausbildung eröffnen keinen vierten Versuch.
Alte Prüfung
- Anzahl der Versuche: Du kannst den schriftlichen und den mündlichen Teil bei einer mangelhaften oder ungenügenden Leistung jeweils bis zu zweimal wiederholen.
- Zusätzliche Auflage für die mündliche Prüfung: Musst du die mündliche Prüfung (oder das gesamte Examen) wiederholen, wirst du erst nach der Teilnahme an einer weiteren praktischen Ausbildung zugelassen. Dauer und Inhalt dieser Verlängerung bestimmt die zuständige Behörde.
- Zulassungsantrag: Deinem Antrag auf Wiederholung musst du den Nachweis über diese zusätzliche Ausbildung sowie mindestens eine neue, von der Ausbildungsstätte angenommene Falldarstellung beifügen.
- Zeitrahmen: Die Wiederholungsprüfung soll spätestens sechs Monate nach dem letzten Prüfungsversuch abgeschlossen sein.
Neue Prüfung
Sowohl die zu wiederholende mpFP als auch die aoPP finden im Rahmen der regulären, offiziellen Prüfungstermine statt. Du wirst vom zuständigen Prüfungsamt automatisch („von Amts wegen“) zur Wiederholung geladen.
Anwendungsorientierte Parcoursprüfung (aoPP):
- Du kannst die aoPP bei Nichtbestehen bis zu zweimal wiederholen.
- Bei einem Fehlversuch musst du die Prüfung immer vollständig wiederholen, also noch einmal alle Stationen durchlaufen.
- Es gilt dabei jeweils die Fassung der Approbationsordnung, die zum Zeitpunkt deines Wiederholungstermins aktuell ist.
Mündlich-praktische Fallprüfung (MPF):
- Auch die MPF kann bis zu zweimal wiederholen werden.
- Wechsel der Patientenanamnese: Für die Wiederholungsprüfungen wird jeweils eine andere Fallanamnese genutzt. Deine Hochschule hat im Vorfeld insgesamt vier Patientenanamnesen für dich eingereicht. Bei der ersten Wiederholung bestimmt die Prüfungsleitung (im Einvernehmen mit der Behörde) eine der drei verbliebenen Anamnesen. Sollte eine zweite Wiederholung nötig sein, wird eine der letzten beiden verbliebenen Fälle ausgewählt.
Durchfallquoten und Erfahrungsberichte
IMPP Ergebnisse und Bestehensgrenzen alte Prüfung
Auf der Website des IMPP kannst du die Prüfungsergebnisse sowie die Bestehens- udn Notengrenzen für Psychologische Psychotherapeut:innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotehrapeuten:innen einsehen.
Prüfungsergebnisse und Durchfallquoten neue Prüfung
Offizielle Zahlen des IMPP zu aoPP:
Frühjahr 2025
Herbst 2025
Artikel zur Durchfallquote auf Basis einer Online-Umfrage zum Frühjahr 2025 (MPF & aoPP):
Blog-Artikel zur Durchfallquote
PDF Download des Kurzberichts: Erste Einblicke in die neue Approbationsprüfung Psychotherapie nach PsychThG 2019: Durchfallquote, Herausforderungen und Implikationen (Voelkner, 2025)
Studie zur Approbationsprüfung Psychotherapie
Das psychotherapeutische Staatsexamen ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Approbation als (Psychologische:r) Psychotherapeut:in – und doch ist sie für viele eine ‚Blackbox‘. Das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) veröffentlicht zwar Daten zu den Ergebnissen der schriftlichen Prüfung (nach ‚altem‘ Recht) bzw. zur Parcoursprüfung (aoPP; nach ‚neuem‘ Recht), doch analog dazu ist über die Ergebnisse der mündlichen bzw. mündlich-praktischen Prüfung (mpFP) der letzten Jahre kaum etwas bekannt:
- Wie hoch sind die Durchfallquoten, insbesondere für die mündliche Prüfung und die mpFP?
- Gibt es regionale Unterschiede? Unterscheiden sich die Bestehensquoten und Noten zwischen den Bundesländern, Hochschulen oder Instituten?
- Spielt das abolvierte Therapieverfahren in der Prüfung nach ‚altem‘ Recht eine Rolle?
- Je nachdem, welches Setting man in der BQT 3 erwischt, führen manche Studierende frühzeitig selbstständig Gespräche, andere haben kaum die Chance dazu. Wie wirken sich diese Unterschiede im Lernprozess auf den Prüfungserfolg aus?
Um diese und weitere Fragen zu beantworten, möchten wir die vorliegende Umfrage zur Studie durchführen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, beide Prüfungssysteme besser zu verstehen und der Ausbildungslandschaft evidenzbasierte Anhaltspunkte zu liefern – sowohl für die individuelle Prüfungsvorbereitung als auch für die Weiterentwicklung der Curricula in den Hochschulen und Instituten.
Die Datenanalyse soll insbesondere mit regressionsbasierten Verfahren und ggf. hierarchischen linearen Modellen erfolgen, um die verschachtelte Datenstruktur (Bundesland, Hochschule usw.) zu berücksichtigen. Die Studienergebnisse werden auf www.psylearn.de veröffentlicht – frei zugänglich für alle.
Teilnahmevoraussetzungen
- du hast die Approbationsprüfung (alt oder neu) absolviert (egal in welchem Prüfungszeitraum)
- Du kennst dein Ergebnis bereits
Teilnahmeinformationen
- Durch Pseudonymisierung sind keine Rückschlüsse auf deine Person möglich
- Die Teilnahme dauert ca. 5-15 Minuten
Kontaktinformationen
Kontaktinformationen:
Annsophie Voelkner & Nico Sebastian Musa
studien@psylearn.de
www.psylearn.de/studien
Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen
Alte Prüfung
Diese Informationen werden in Zukunft ergänzt. Wenn du hilfreiche Informationen dazu hast, melde dich gerne bei mir.
Kontakt:
Annsophie Voelkner
a.voelkner@psylearn.de
Neue Prüfung
Nachdem du deine Approbationsprüfung komplett abgeschlossen hast, gelten für die Einsichtnahme folgende gesetzliche Regeln:
- Einsicht nur auf Antrag: Du erhältst nicht automatisch Einblick in deine Akten, sondern musst nach Abschluss der Prüfung aktiv einen Antrag auf Einsichtnahme stellen.
- Das darfst du einsehen: Der Anspruch umfasst alle dich betreffenden Prüfungsunterlagen. Dazu gehören insbesondere deine Zulassungsanträge, das Protokoll (die Niederschrift) deiner mündlich-praktischen Fallprüfung (MPF) sowie die ausgefüllten Bewertungsbögen deiner anwendungsorientierten Parcoursprüfung (aoPP).
- Lange Aufbewahrungsfrist: Das Prüfungsamt muss diese Kernunterlagen insgesamt zehn Jahre lang aufbewahren.
- Regionale Unterschiede: Wie genau das Verfahren zur Einsichtnahme abläuft (z. B. Fristen, Ort oder eventuelle Kopiergebühren), regelt das für dich zuständige Landesprüfungsamt individuell.
Anfechtung und Widerspruch
Du kannst das Prüfungsergebnis anfechten bzw. Widerspruch einlegen. Ich habe keine offiziellen Information zum Vorgehen bei einem Widerspruch gefunden. Meine Informationen habe ich in diesem Fall von Berichten einzelner Personen erhalten, die einen Widerspruch eingelegt haben. Meine Angaben sind daher alle ohne Gewähr. Es scheint eine Frist zu geben, bis zu welcher du die Möglichkeit hast, Widerspruch einzulegen. Bei mangelhafter Dokumentation von Seiten der Prüfer*innen scheinen bessere Chancen zu bestehen. Der Prozess der Anfechtung nimmt einige Monate in Anspruch und dauert teilweise bis kurz vor dem nächsten Prüfungszeitraum. Die Erfolgschancen sind unterschiedlich und abhängig davon, wie knapp du durchgefallen bist. Es scheint daher sinnvoll zu sein, sich trotz Anfechtung auf die Wiederholungsprüfung vorzubereiten.
Erteilung der Approbation
Alte Prüfung
Auch nach altem Recht wird die Approbation für Psychologische Psychotherapeut:innen nicht automatisch erteilt, sondern muss aktiv bei der zuständigen Landesbehörde beantragt werden. Neben dem bestandenen staatlichen Prüfungszeugnis verlangt das Amt einen tabellarischen Lebenslauf, eine Geburtsurkunde (bzw. ggf. eine Heiratsurkunde bei Namensänderung) sowie einen Nachweis über die Staatsangehörigkeit. Genau wie im neuen Recht müssen zudem eine Erklärung über laufende Straf- oder Ermittlungsverfahren, ein amtliches Führungszeugnis und ein ärztliches Gesundheitsattest eingereicht werden. Für diese beiden Dokumente gilt ebenfalls die strenge Frist: Sie dürfen bei der Vorlage maximal einen Monat alt sein. Sobald alle Unterlagen vollständig vorliegen, hat die Behörde spätestens vier Monate Zeit, um über deinen Antrag zu entscheiden und dir die offizielle Urkunde auszustellen.
Neue Prüfung
Um die Approbation als Psychotherapeut:in offiziell zu erhalten, musst du diese aktiv bei deiner zuständigen Landesbehörde beantragen, da dein Prüfungszeugnis allein noch keine Heilerlaubnis darstellt. Für den Antrag musst du neben einem Identitätsnachweis, einem kurzen Lebenslauf, deiner Masterurkunde und dem Prüfungszeugnis auch ein amtliches Führungszeugnis, eine Erklärung über laufende Ermittlungsverfahren sowie eine ärztliche Bescheinigung über deine gesundheitliche Eignung einreichen. Achte hierbei unbedingt auf das Timing: Das Führungszeugnis und das ärztliche Attest dürfen bei Eingang bei der Behörde maximal einen Monat alt sein. Nach erfolgreicher Prüfung wird dir die offizielle Approbationsurkunde nach gesetzlichem Muster entweder persönlich gegen Empfangsbekenntnis ausgehändigt oder per Zustellungsurkunde zugestellt.
Du hast eine Ergänzung oder vermisst eine Information?
Dann schreibe mir gerne eine E-Mail:
Annsophie Voelkner
a.voelkner@psylearn.de

