Inhalte des Artikels
- 1 Ein Rückblick: Unser bisheriger Protest gegen die Honorarkürzung
- 2 Warum wurde nicht die Bundestagspetition der DPtV veröffentlicht?
- 3 Warum deine Unterschrift für die Petition 196912 jetzt entscheidend ist
- 4 Hintergrundinformationen zur aktuellen Lage (Timeline 2026)
- 5 Weiterführende Artikel und Quellen:
- 6 Bleib auf dem Laufenden!
- 7 FAQ zur Honorarkürzung und Bundestagspetition 2026
Seit vielen Wochen beschäftigt uns das Thema der Honorarkürzungen und mittlerweile auch die drohende Budgetierung. Unsere Berufsgruppe befindet sich in einer extrem fordernden und kritischen Zeit. Es geht nicht nur um Zahlen auf einem Bescheid, sondern um die Wertschätzung unserer Berufsgruppe und die Sicherstellung der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland.
Ein Rückblick: Unser bisheriger Protest gegen die Honorarkürzung
Wir haben in den letzten Monaten bereits viel bewegt. Es gab bundesweit zahlreiche Demonstrationen und andere starke Formen des Protests. Dass über eine halbe Million Menschen die Petition auf Change.org unterzeichnet haben, war ein überwältigendes Signal aus der Gesellschaft und unserer Fachgruppe. Es hat gezeigt: Wir sind viele, wir sind laut und wir haben Rückhalt.
Nun haben wir lange auf die offizielle Bundestagspetition gewartet, um unseren Unmut direkt in den parlamentarischen Prozess zu tragen. Zur Überraschung vieler wurde jedoch nicht die Petition der DPtV veröffentlicht. Da scheinbar mehrere Petitionen zu diesem Thema eingereicht wurden, wählt der Petitionsausschuss letztlich immer nur eine zur öffentlichen Zeichnung aus.
Ich kann absolut verstehen, wenn du darüber im ersten Moment enttäuscht oder irritiert bist. Doch die DPtV hat bereits klar kommuniziert, dass sie diese Petition (ID 196912) voll unterstützt. Der Start war mehr als beeindruckend: Innerhalb der ersten Stunden haben bereits über 15.000 Personen unterschrieben! Das zeigt deutlich, dass wir uns nicht spalten lassen.
Warum deine Unterschrift für die Petition 196912 jetzt entscheidend ist
Wir haben bis zum 9. Juni 2026 Zeit, das Quorum zu erreichen und so viele Stimmen wie möglich zu sammeln. Nur so erzwingen wir, dass unser Anliegen im Petitionsausschuss öffentlich beraten wird. Jede Unterschrift ist ein direktes Signal an die Politik, dass die ambulante psychotherapeutische Versorgung nicht durch unangemessene Vergütung gefährdet werden darf.
Hintergrundinformationen zur aktuellen Lage (Timeline 2026)
- 11. März 2026: Der Erweiterte Bewertungsausschuss (EBA) beschließt – gegen die Stimmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) – eine Absenkung der psychotherapeutischen Honorare um 4,5 %.
- März 2026: Eine beispiellose Protestwelle erfasst die Fachwelt. Innerhalb weniger Tage vernetzen sich Tausende in Messenger-Gruppen. Das Aktionsbündnis Psychotherapie entsteht; erste Spontandemos finden unter anderem in Berlin und Hamburg statt.
- 1. April 2026: Die Honorarkürzung tritt offiziell in Kraft.
- 30. März 2026: Die „Finanzkommission Gesundheit“ legt ihren Bericht vor. Sie empfiehlt, die extrabudgetäre Vergütung der Psychotherapie zu beenden.
- 15. April 2026: Bundesweiter Protesttag. In zahlreichen deutschen Städten gehen Psychotherapeut:innen, Studierende und Patient:innen gemeinsam auf die Straße.
- 16. April 2026: Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) veröffentlicht den Referentenentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG). Dieser sieht die Rückführung in die Budgetierung sowie die Streichung wichtiger Zuschläge vor.
- 25.04.2026: Bundesweiter Protesttag 2.0
- Seit 28. April 2026: Die offizielle Bundestagspetition (ID 196912) ist zur Mitzeichnung freigeschaltet. Das Ziel: Die Sicherstellung der ambulanten Versorgung durch angemessene Vergütung. Die Zeichnungsfrist läuft bis zum 9. Juni 2026.
Weiterführende Artikel und Quellen:
- Honorarkürzung 2026: Hintergründe, Reaktionen und Demos – Ein Artikel von Annsophie Voelkner bei PsyLearn.de
- Honorarkürzung für Psychotherapeut:innen: Eine Chronik des Versagens – Ein lesenswerter Kommentar von Florian Lampersberger.
- Protest gegen Honorarkürzung – Praktische Tipps und Mustertexte für Briefe an Abgeordnete von Sascha Heller.
- Website des Aktionsbündnis Psychotherapie
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Der Referentenentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) vom 16. April 2026 sieht vor, die bisher extrabudgetäre Vergütung zu beenden. Damit würde die Psychotherapie wieder unter einen festen Ausgabendeckel (Morbiditätsbedingte Gesamtvergütung) fallen, was die Anzahl der finanzierbaren Therapieplätze massiv einschränken könnte.
Die offiziell vom Petitionsausschuss veröffentlichte Petition trägt die ID 196912 und den Titel „Sicherstellung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung durch angemessene Vergütung“. Andere Petitionen (z. B. auf Change.org) dienen der politischen Signalwirkung, haben aber keinen direkten Einfluss auf den parlamentarischen Prozess.
Es ist ein formaler Prozess: Wenn zu einem Thema mehrere inhaltlich ähnliche Petitionen eingereicht werden, bündelt der Petitionsausschuss diese und veröffentlicht nur eine davon zur Mitzeichnung. Die Auswahl der Petition mit der ID 196912 bedeutet keine inhaltliche Wertung gegen die DPtV, weshalb die Verbände nun geschlossen zur Unterstützung dieser einen Petition aufrufen.
Neben der Unterschrift bei der Bundestagspetition ID 196912 kannst du dich in regionalen Gruppen des Aktionsbündnisses Psychotherapie vernetzen, an Demonstrationen teilnehmen oder direkt deine Wahlkreisabgeordneten anschreiben, um auf die Folgen der Budgetierung für die psychische Gesundheit der Bevölkerung aufmerksam zu machen.
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