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Welche Störungen sind in der aoPP besonders prüfungsrelevant?

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Welche Störungen sind in der aoPP besonders prüfungsrelevant?

Ich gehörte zu einem der ersten Jahrgänge, die die Approbationsprüfung der neuen Prüfungsordnung abgelegt haben, und Erfahrungsberichte gab es damals kaum. Neu war vor allem das Format der anwendungsorientierten Parcoursprüfung. Ich hatte keine Vorstellung davon, ob eher Störungsbilder mit hoher Prävalenz geprüft werden oder ob auch eher weniger verbreitete Störungsbilder vorkommen. Ebenfalls war mir nicht klar, wie realistisch die Schauspielpatient:innen die Rolle tatsächlich spielen würden. Was mir vor allem gefehlt hat, war eine grobe Richtung: Welche Störungsbilder kommen häufiger dran? Das wollte ich nicht wissen, um meinen Lernplan auszudünnen, sondern um einen Fokus für die Rollenspiele mit der Lerngruppe zu bestimmen. Eine offizielle Liste häufiger Störungen in der aoPP gibt es nicht. Das IMPP veröffentlicht die konkreten Prüfungsfälle und -aufgaben nicht.

Was es aber inzwischen gibt, ist der Austausch mit Menschen, die schon durch die anwendungsorientierte Parcoursprüfung (aoPP) gegangen sind. Genau daraus ist dieser Artikel entstanden: eine Sammlung von Störungsbildern, die in Erfahrungsberichten aus meiner Community immer wieder auftauchten – und ein paar Gedanken dazu, wie es dir in der Vorbereitung weiterhilft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt keine offizielle Liste prüfungsrelevanter Störungen vom IMPP. Die folgende Übersicht beruht auf Erfahrungsberichten aus meiner Community, nicht auf Prüfungsunterlagen.
  • Häufig genannt wurden unter anderem Depression, PTBS, ADHS und Anorexia nervosa.
  • Nutze die Liste, um deine Übungsschwerpunkte zu setzen – nicht, um Inhalte gezielt wegzulassen.
  • Original-Gedächtnisprotokolle sammle oder teile ich nicht – auch nicht in Discord oder WhatsApp.
  • Urheberrechtlich geschützt ist die konkrete Aufgabe, nicht das Thema bzw. die Angabe, welche Störungsbilder oder Kompetenzbereiche bisher drankamen.
  • Schwerer als das Abrufen des Fachwissens (z.B. Diagnosekriterien) wurde in den Rückmeldungen oft die Gesprächsführung empfunden – mit skeptischen, ambivalenten oder grenzaustestenden Gegenübern.

Welche Kompetenzbereiche werden in der aoPP geprüft?

Bevor ich dir berichte, welchen Störungsbilder Mitglieder meiner Community bisher häufiger begegnet sind, möchte ich noch einmal darauf eingehen, welche Kompetenzbereiche geprüft werden und was konkret damit gemeint ist. Den genauen Ablauf am Prüfungstag habe ich in einem eigenen Artikel beschrieben (hier findest du den ausführlichen Ablauf der aoPP). Warum das Üben der einzelnen Kompetenzen in meinen Augen noch wichtiger ist als das Wissen über die Störungsbilder, erfährst du weiter unten im Artikel.

Geprüft werden fünf Kompetenzbereiche (§ 48 PsychThApprO):

Nr.KompetenzbereichWorum es geht
1PatientensicherheitRisikoeinschätzung, u. a. Suizidalität und Selbstgefährdung
2DiagnostikSymptomerhebung, Verdachtsdiagnose, Differenzialdiagnostik
3Patienteninformation und -aufklärungverständliches Vermitteln von Diagnose und Vorgehen
4Leitlinienorientierte Behandlungsempfehlungenbegründeter Behandlungsvorschlag
5Therapeutische BeziehungsgestaltungGesprächsführung, Beziehungsaufbau
Tabelle 1: Die 5 Kompetenzbereiche der anwendungsorientierten Parcoursprüfung

Diese Kompetenzbereiche werden nicht isoliert abgefragt, sondern in Kombination. Bspielsweise kann die Frage nach der Suizidalität bei der Diagnostik depressiver Störungen direkt in den Kompetenzbereich Patientensicherheit überleiten. Hier ist Konzentration und auch etwas Strategie gefragt, damit du dennoch alle Diagnosekriterien abgefragt hast – denn das geht in die Wertung mit ein.

Natürlich lassen sich Sprünge zwischen den Aufgaben nicht immer vermeiden. In Bezug auf die therapeutische Beziehungsgestaltung ist auch wichtig, inwiefern du auf dein Gegenüber und bspw. seine Bedenken eingehst. Finde einfach ein gesundes Mittelmaß aus einer guten Gesprächsführung und der Bearbeitung deiner Aufgaben. Denn es ist und bleibt eine Prüfungssituation und diese ist immer etwas künstlich. Wenn ich ganz ehrlich bin, würde man in einem 30-minütigen Gespräch in der Realität nicht so viele Themenbereiche abarbeiten.

Welche Störungen kamen bisher in der aoPP dran?

Jetzt zum eigentlichen Thema, warum du hier bist. Die folgende Übersicht fasst zusammen, welche Störungsbilder in den Erfahrungsberichten meiner Community aus den Prüfungsterminen Frühjahr und Herbst 2025 sowie Frühjahr 2026 wiederholt vorkamen. Sie ist eine Orientierung, keine Vorhersage.

ICD-10Störungsbild
F1xStörungen durch psychotrope Substanzen (Abhängigkeitserkrankungen)
F32 / F33Depressive Episode / rezidivierende depressive Störung
F40Phobische Störungen (v. a. soziale Phobie, F40.1)
F41Andere Angststörungen (u. a. Panikstörung, generalisierte Angststörung)
F42Zwangsstörung
F43.1Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
F45Somatoforme Störungen (v. a. anhaltende Schmerzstörung, F45.4x)
F50.0Anorexia nervosa (Essstörungen)
F60.31Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ
F90Hyperkinetische Störungen (ADHS)
F91Störungen des Sozialverhaltens
Tabelle 2: Welche Störungen kamen bisher in der aoPP dran?

Innerhalb dieser Liste wurden mir vier Störungsbilder besonders oft genannt: Depression, PTBS, ADHS und Anorexia nervosa. Wenn du deine Übungszeit priorisieren musst, wären das aus meiner Erfahrung sinnvolle erste Kandidaten.

Der Kompetenzbereich Patientensicherheit dreht sich laut den Musterbeispielen des IMPP ausdrücklich um Risikoeinschätzung – einschließlich Suizidalität und Selbstgefährdung. Neben der Suizidalitätsabklärung kann in diesem Bereich aber auch etwas anderes gefragt sein. Was genau damit gemeint ist, steht in den praktischen Hinweisen des IMPP zunächst nicht wortwörtlich. Aber wenn du genauer hinsiehst, steht dort explizit. Dort ist explizit auch von der Einschätzung anderer Risikofaktoren für einen ungünstigen Verlauf die Rede – nicht nur von Suizidalität (IMPP, praktische Hinweise Aufl. 2.1). Was kann damit gemeint sein? Zum Beispiel die Gefährdungsbeurteilung bei sehr geringem Gewicht (Anorexia nervosa) oder Fragen der Kindeswohlgefährdung.

Woher stammt die Liste der Störungsbilder – und woher nicht?

Die Übersicht beruht ausschließlich auf einem informellen Erfahrungsaustausch – auf dem, was mir Prüflinge nach ihrer aoPP berichtet haben. Es ist keine repräsentative Erhebung: Ich kann dir keine Stichprobengröße nennen, keine Quote und keinen statistisch belastbaren Wert. Offizielle Prüfungsunterlagen des IMPP gehören ausdrücklich nicht zu den Quellen, denn die gibt es dafür nicht.

Was das für dich heißt:

  • Keine Gewähr für Vollständigkeit. Ein Störungsbild, das hier nicht steht, kann trotzdem drankommen.
  • Kein Ausschluss. Die aoPP kann prinzipiell jedes prüfungsrelevante Störungsbild aufgreifen und bezieht unterschiedliche Alters- und Patient:innengruppen ein.
  • Das ist ein Fokus-Hinweis. Ich empfehle dir ausdrücklich nicht, Inhalte gezielt wegzulassen, weil sie hier fehlen.

Warum ich keine Gedächtnisprotokolle sammle oder weitergebe

In der Community wird immer wieder nach Gedächtnisprotokollen gefragt – also nach möglichst genauen Nachschriften konkreter Prüfungsaufgaben. Ich verstehe den Wunsch. Trotzdem sammle und teile ich solche Protokolle nicht: weder hier im Blog noch in Discord oder WhatsApp. Ich bitte da um dein Verständnis.

Der Grund hat mit dem Urheberrecht zu tun. Das IMPP weist darauf hin, dass seine Prüfungsaufgaben und Prüfungsbögen urheberrechtlich geschützt sind (§§ 2 Abs. 1 Nr. 1, 4 Abs. 1 UrhG). Vervielfältigen, Verbreiten, öffentlich Zugänglichmachen und Bearbeiten sind damit untersagt. Zusätzlich behält sich das IMPP die Nutzung zum Text and Data Mining vor – ein Nutzungsvorbehalt gegen die automatisierte Verarbeitung, etwa durch KI (§ 44b Abs. 3 UrhG).

Wichtig ist die Grenze dazwischen: Geschützt ist die konkrete Formulierung und Gestaltung einer Aufgabe – nicht ein allgemeiner Erfahrungsbericht. Über Störungsbilder und Kompetenzbereiche allgemein zu sprechen, ist also erlaubt und genau das, was dieser Artikel tut. Nicht erlaubt sind wörtliche oder nah rekonstruierbare Aufgabentexte, spezifische Details einer Fallvignette (etwa Alter, Beruf oder Sitzungsnummer) oder feste „Spitznamen“ für wiederkehrende Fälle.

Deshalb bleibt die Übersicht oben bewusst auf der Ebene der Störungsgruppen. Ich sammle und teile keine detaillierten Gedächtnisprotokolle, die vermutlich sehr nah an der Originalaufgabe liegen würden. Ich verstehe den Wunsch danach – aber das ist rechtlich heikel. Was ich stattdessen aufbaue, sind eigene Übungsaufgaben für die aoPP. Diese kündige ich an, sobald sie fertig sind.

Was ich dir stattdessen geben kann: Eindrücke aus den Erfahrungsberichten

Eine bloße Liste beantwortet die eigentliche Frage nur halb. Deshalb habe ich zusammengetragen, was mir Prüflinge nach ihrer aoPP berichtet haben – auf der Ebene von Themen und Kompetenzbereichen. So bekommst du mehr Kontext, ohne dass ich die Grenze aus dem vorigen Abschnitt überschreite.

Noch einmal klar: Das sind einzelne, freiwillig eingesendete Eindrücke, keine repräsentative Erhebung. Sie zeigen Tendenzen, keine Wahrscheinlichkeiten – und deine konkreten Aufgaben werden anders aussehen.

Wie wurde die Prüfung erlebt?

Ein Muster zog sich durch fast alle Rückmeldungen: Als anspruchsvoll wurde seltener das Fachwissen erlebt als die Gesprächsführung. Immer wieder ging es darum, in Beziehung zu bleiben, wenn das Gegenüber es einem nicht leicht macht.

  • Fordernde Schauspielpersonen. Berichtet wurden skeptische, zurückhaltende, ambivalente, stark idealisierende oder grenzaustestende Gegenüber, oft mit vielen Rückfragen. Insgesamt wurde es zwar herausfordernd, aber machbar erlebt.
  • Risiko live abklären. Bei mehreren Störungsbildern gehörte eine Risikoeinschätzung dazu – nicht als Wissensabfrage, sondern strukturiert im laufenden Gespräch. Häufiger kam es vor, dass eine umfassende Einschätzung der Suizidalität vorgenommen werden sollte.
  • Mit vorgelegtem Material arbeiten. In manchen Aufgaben lag Material bei; häufig genannt wurden Auszüge aus Leitlinien, teils aus einer Klassifikation. Mitunter war auch etwas zu dokumentieren. Gefragt war, damit zu arbeiten – nicht, alles aus dem Kopf zu zitieren.
  • Aufklären und motivieren. Häufig ging es darum, verständlich aufzuklären – über Diagnose, Behandlung oder den Rahmen einer Therapie – und behutsam zu einer Behandlung zu motivieren, ohne das Gegenüber zu überfahren.
  • Zeitdruck. 30 Minuten pro Station vergehen schnell. Ein roter Faden gibt Halt, wenn die Anspannung steigt.

Welche Kompetenzbereiche kamen bei welchem Störungsbild dran?

Diese Übersicht zeigt, welche der fünf Kompetenzbereiche bei welcher Störungsgruppe im Vordergrund standen. Sie ist allgemein gehalten – so, wie es sich klinisch ohnehin ergibt – und über viele Berichte gemittelt. Verstehe sie als Landkarte für deine Übung, nicht als Ansage, was dich erwartet.

StörungsgruppeKompetenz-SchwerpunkteWorauf es im Kern ankam
DepressionDiagnostik · PatientensicherheitBefund im depressiven Bereich erheben, Suizidalität abklären, Indikation einordnen
PTBSAufklärung · Leitlinien · BeziehungsgestaltungStörungsmodell vermitteln, über traumafokussierte Behandlung aufklären, Beziehung bei Skepsis halten
Essstörungen (Anorexie)Diagnostik · Patientensicherheit · Aufklärungdiagnostisch einordnen, über somatische Risiken aufklären, Setting-/Sicherheitsfrage, motivieren
Angst- und phobische StörungenDiagnostik · Aufklärung · LeitlinienDiagnostik (teils mit Differenzialdiagnostik), über Behandlung und den Rahmen ambulanter Therapie aufklären
ZwangsstörungDiagnostik/Aufklärung · LeitlinienBefund rückmelden, über Störung und Behandlung aufklären
AbhängigkeitserkrankungenDiagnostik · Patientensicherheitdiagnostisch einordnen, Risiko abklären; interaktionell oft fordernd
Borderline-PersönlichkeitsstörungLeitlinien · Aufklärung · Beziehungsgestaltungleitlinienorientierten Behandlungsansatz vorstellen, Rahmen-/Settingfragen, Beziehung bei Idealisierung
Kinder-, Jugend- und ElternthemenAufklärung · Leitlinien · BeziehungsgestaltungDiagnose rückmelden (auch an Eltern), leitlinienorientiertes Vorgehen erklären, bei Skepsis motivieren
Tabelle 3: Welche Kompetenzbereich wurden bei welchen Störungsbildern geprüft?

Was wurde in den Kompetenzbereichen tatsächlich gefordert?

Wie der Kompetenzbereich Diagnostik geprüft wird, ist eigentlich logisch. Du solltest die Diagnosekriterien der Verdachtsdiagnose drauf haben und als Frage formulieren können. Zudem solltest du gängige Differenzialdiagnosen kennen und ausschließen. Im Bereich Patienteninformation und -aufklärung kann es vorkommen, dass du ein Störungsmodell erklären musst.

Es kann dir auch begegnen, dass du die Diagnose zurückmelden musst und darüber aufklären musst (Psychoedukation). Weitere Möglichkeiten sind:

  • Einschätzung der Suizidalität oder Selbstgefährdung
  • einen vorgelegten Leitlinienauszug einordnen und erklären
  • ein leitlinienorientiertes Vorgehen oder Behandlungsverfahren erläutern
  • zu einer Behandlung oder einem Setting motivieren – nach informierter Aufklärung
  • ein Gespräch mit Angehörigen bzw. ein Elterngespräch führen

Die Liste ist sicherlich noch ausbaufähig. Teile doch auch deine Erfahrungen in meiner Discord-Community, damit ich diesen Artikel für nachfolgende Jahrgänge erweitern kann.

Deshalb lohnt es sich der Discord-Community beizutreten

In der Discord Community zur Approbationsprüfung Psychotherapie kannst du dich mit angehenden und bereits approbierten Psychotehrapeut:innen aus ganz Deutschland vernetzen. Es gibt dort diverse Kategorien und Kanäle, die für einen geordneten Austausch sorgen. Du kannst dort inhaltliche Fragen zur Prüfung stellen, Lernbuddys finden oder auch Fragen zur Beantragung der Approbationsurkunde stellen und vieles mehr. Zudem gibt es dort auch einen Kanal zum Austausch rund um die Weiterbildung. Überzeug dich selbst und werde Teil der Community.

Wie bereite ich mich gezielt auf die Parcoursprüfung vor?

Mein wichtigster Rat: Lerne diese Störungsbilder nicht nur theoretisch, sondern spiele sie durch. Die aoPP prüft Handlungskompetenz – und die lässt sich nicht auswendig lernen, sondern nur üben. Die theoretische Basis darf dennoch nicht fehlen: Hast du die Kriterien nicht parat oder weißt du nicht, wie die leitlinienempfohlene Behandlung abläuft, verlierst du wichtige Punkte.

Konkret hat mir das geholfen:

  1. Lies die Lehrbücher selbst und nutze nicht die Lernzettel von anderen. Fasse es in deinen eigenen Worten zusammen oder erkläre es jemandem.
  2. Suche dir eine Lerngruppe und übe die therapeutischen Handlungskompetenzen.
    1. Beginne ruhig mit unspezifischen Patientengesprächen und arbeite zunächst an deiner Gesprächsführung.
    2. Übe danach einzelne Teilaufgaben: z.B. Diagnosekriterien für eine Störung oder Erklärung eines Störungsmodells
  3. Übe patientengerechte Sprache: Das klingt simpel – ist es aber nicht. Fünf Jahre hast du gelernt dich fachlich korrekt auszudrücken. In der Prüfung kommt das nicht gut an. Nimm dir, wie weiter oben erwähnt deine Geschwister, Eltern oder Freunde beiseite und übe mit ihnen. Sie werden dir schon mitteilen, wenn sie etwas nicht verstehen.
  4. Entlang der fünf Kompetenzbereiche denken. Frag dich pro Störungsbild: Wie schätze ich hier das Risiko ein? Wie erhebe ich die Symptomatik? Wie kläre ich verständlich auf? Was empfehle ich leitlinienorientiert? Und wie halte ich dabei die Beziehung?
  5. Fokus wählen: deine Lernzeit ist begrenzt – die Lerngruppe trifft sich vermutlich nicht täglich. Priorisiere die Störungsbilder für deine Rollenspiele und übe die oben genannten Störungsbilder öfter als andere.
  6. Die Struktur trainieren, nicht nur den Inhalt. Nimm dir auch in den Übungen nur die Vorbereitungszeit, die dir in der Prüfung zusteht. Stelle den Timer für das Gespräch auf 30 Minuten. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie lange 30 Minuten wirklich sind.
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Was, wenn ein ganz anderes Störungsbild drankommt?

Dann bist du trotzdem nicht verloren. Genau deshalb ist es sinnvoll, entlang der Kompetenzbereiche zu üben statt sich nur auf die Störungsbilder zu fokussieren: Wer die Struktur einer Station sicher beherrscht – Risiko einschätzen, sauber explorieren, verständlich aufklären, begründet empfehlen, Beziehung halten –, kann sie auch auf ein Störungsbild anwenden, das nicht oder nur selten in Rollenspielen geübt wurde. Die Liste hilft dir beim Priorisieren. Deine Sicherheit im Vorgehen trägt dich durch den Rest.

Und noch etwas, weil ich diese Anspannung selbst kenne: Es ist völlig normal, dass dich diese Prüfung mitnimmt. Du bereitest dich auf eine der wichtigsten Prüfungen – wenn nicht sogar auf die wichtigste Prüfung – deines Lebens vor. Diese Anspannung ist kein Zeichen, dass etwas mit dir nicht stimmt, und du bist damit nicht allein auf dem Weg zur Approbation. Falls du noch nicht Teil in der Community bist, heiße ich dich dort herzlich willkommen. –> Discord-Community beitreten.

Quellen

Approbationsordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (PsychThApprO) vom 4. März 2020 (BGBl. I S. 448), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Zweiten Verordnung zur Änderung der PsychThApprO vom 16. Oktober 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 309). https://www.buzer.de/gesetz/13823/b34749.htm

Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen. (2025). Praktische Hinweise zur anwendungsorientierten Parcoursprüfung nach PsychThG und PsychThApprO (2.1. Auflage, Stand Juli 2025). https://www.impp.de/pruefungen/allgemein/praktische-hinweise.html

Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen. (o. J.). Musterbeispiele: Kompetenzen und Anwendungsbeispiele für die anwendungsorientierte Parcoursprüfung (1. Auflage). https://www.impp.de/files/PDF/Allgemein/Musterbeispiele_1.%20Auflage.pdf

Landesdirektion Sachsen – Landesprüfungsamt. (2025). Hinweise zur psychotherapeutischen Prüfung gem. § 10 PsychThG i. V. m. der PsychThApprO. https://www.lds.sachsen.de/lpa/?ID=20359&art_param=1030

Urheberrechtsgesetz (UrhG) vom 9. September 1965, in der jeweils geltenden Fassung, insb. §§ 2 Abs. 1 Nr. 1, 4 Abs. 1 und 44b Abs. 3. https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__44b.html

Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen. (o. J.). Beispielaufgaben Psychotherapie [Urheberrechtlicher Hinweis zu Prüfungsaufgaben und Prüfungsbogen]. Abgerufen am 23. August 2026, von https://www.impp.de/pruefungen/psychotherapie/beispielaufgaben.html

FAQ zur aoPP: Störungsbilder und Vorbereitung

Welche Störungsbilder kommen in der aoPP besonders häufig vor?

Nach Erfahrungsberichten aus meiner Community wurden unter anderem Depression, PTBS, ADHS und Anorexia nervosa besonders häufig genannt. Das ist keine offizielle Statistik, sondern beruht auf freiwilligen Rückmeldungen von Prüflingen (Quelle: Erfahrungsberichte PsyLearn-Community, Stand August 2026).

Gibt es eine offizielle Liste der Prüfungaufgaben für die aoPP?

Nein. Das IMPP veröffentlicht die konkreten Prüfungsfälle und -aufgaben nicht vorab (Quelle: IMPP, Praktische Hinweise zur aoPP, 2.1. Auflage, Stand Juli 2025).

Darf ich Gedächtnisprotokolle der aoPP mit anderen teilen?

Nein. Prüfungsaufgaben und Prüfungsbögen des IMPP sind urheberrechtlich geschützt; Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung sind untersagt (Quelle: IMPP, Urheberrechtlicher Hinweis, §§ 2 Abs. 1 Nr. 1, 4 Abs. 1 UrhG).

Wie viele Stationen hat die aoPP seit der Reform 2025?

Seit Frühjahr 2025 besteht die aoPP aus zwei Stationen à 30 Minuten mit fünf Minuten Wechselzeit dazwischen (Quelle: Zweite Verordnung zur Änderung der PsychThApprO, BGBl. 2024 I Nr. 309, in Kraft seit 1. November 2024).

Welche Kompetenzbereiche werden in der aoPP geprüft?

Fünf: Patientensicherheit, Diagnostik, Patienteninformation und -aufklärung, leitlinienorientierte Behandlungsempfehlungen sowie therapeutische Beziehungsgestaltung (Quelle: § 48 PsychThApprO, Stand 2024).

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